Klassische Homöopathie immer beliebter
Homöopathische Arzneimittel werden laut einer repräsentativen Studie des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH) von immer mehr Menschen in Deutschland verwendet. Mehr als jeder zweite Befragte (60 Prozent) hat bereits Erfahrungen mit ihnen gemacht. Insbesondere Frauen und Westdeutsche setzen auf die pflanzlichen Alternativen. Am häufigsten kommen diese bei Erkältungen und grippalen Infekten zum Einsatz. Fast 90 Prozent der Verwender berichten, die Einnahme der Mittel habe nach eigener Wahrnehmung geholfen.
Was Sie schon immer über die klassische Homöopathie wissen wollten
Häufig gestellte Fragen, beantwortet von Dorothee Windoffer, langjährige Thalamus-Dozentin für klassische Homöopathie mit eigener Praxis in Düsseldorf.
Wie entstand die Homöopathie? Wie werden die Mittel ausgewählt und angewendet?
Die klassische Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert begründet. Der Arzt hatte beobachtet, dass sich Krankheiten mit Mitteln behandeln lassen, die selbst ähnliche Symptome auslösen: etwa den Brechreiz durch die Gabe der Brechnuss. Entscheidend ist dabei die besondere Aufbereitung der Mittel: die Verdünnung des Wirkstoffs nach bestimmten Regeln. Dass das funktioniert, beweisen die Erfahrungen, die Homöopathen seit mehr als 200 Jahren kontinuierlich gesammelt haben. Was wirkt bei welchem Symptom? Was passt zu welchem Patiententyp? Klassische Homöopathen nutzen diesen alten und ständig aktualisierten Erfahrungsschatz für die Auswahl der Mittel.
Lässt sich die Wirksamkeit von Homöopathie belegen?
Es gibt durchaus Studien, die die Wirksamkeit der Homöopathie belegen. Die Carstens-Stiftung, Fördergemeinschaft Natur und Medizin, von Veronika und Karl Carstens hat solche Untersuchungen gefördert und veröffentlicht. Das Studiendesign aus der klassischen Pharmakologie muss aber den Bedürfnissen der Homöopathie angepasst werden. Es haben neue Studien begonnen und die Homöopathen sind zuversichtlich, dass es weitere Beweise geben wird. Außerdem sollte man die Erfahrung der Menschen in den Heilberufen nicht geringschätzen. Viele Patienten bestätigen, dass ihre Symptome nach der Gabe homöopathischer Mittel verschwunden sind. Nach einer aktuellen Umfrage bieten 93 Prozent aller geburtshilflichen Abteilungen in Deutschland Homöopathie an, manche Krankenhäuser haben sogar eigene Forschungsprogramme aufgelegt.
Für welche Krankheiten eignet sich die Homöoapthie?
Homöopathie eignet sich für alle Krankheiten, seien sie akut oder chronisch. Der Schwerpunkt liegt aber zunehmend bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie Migräne, Neurodermitis, Morbus Crohn oder Schlafstörungen. Sie haben häufig schon zahlreiche Ärzte aufgesucht, die ihnen nicht helfen konnten.
Wie ist das Verhältnis von Homöopathie, anderen Naturheilverfahren und Schulmedizin?
Die Homöopathie ist allein wirksam und benötigt keine weitere Unterstützung. Aber sie wirkt auch in Kombination mit Schulmedizin, das kann in Einzelfällen auch sinnvoll sein. Viele Patienten ergänzen die Therapie mit anderen natur-heilkundlichen Behandlungsmethoden, beispielsweise Osteopathie, z.B. für Kinder mit Entwicklungsstörungen. Für die Diagnose kann auch die Zusammenarbeit mit einem Arzt wichtig sein, etwa wenn Ergebnisse vom Röntgen, EKG, EEG oder Laborwerte nötig sind.
Wie verläuft eine homöopathische Behandlung?
Der Homöopath führt mit dem Patienten ein intensives Aufnahmegespräch, im Anschluss sucht er die passende homöopathische Arznei mit der richtigen Dosierung. In den ersten Wochen berichtet der Patient regelmäßig über die Veränderung seines Gesundheitszustandes und die Therapie wird ggf. angepasst. Chronische Patienten haben alle vier bis sechs Wochen Termine für die Kontrolle des Therapieverlaufs.
Was verbirgt sich hinter "Konstitutionstherapie"?
Konstitutionstherapie eignet sich vor allem bei chronischen Erkrankungen. Im Aufnahmegespräch besprechen Patient und Homöopath die viele Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, dauernde Krankengeschichte des Patienten. Sie suchen nach seinen individuellen Symptomen, die Hinweise auf die für ihn passende homöopathische Arznei liefern. Der Verlauf chronischer Krankheiten ist sehr unterschiedlich, da kann jedes Detail wichtig sein.
Welche Rolle spielen Charakter und Wesen des Patienten bei einer homöopathischen Behandlung?
Dieselbe Krankheit kann bei Patienten ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Zum Beispiel Migräne: Manche Kranke wollen ihre Ruhe haben, andere suchen Trost oder werden aggressiv. Deshalb gibt es nicht eine bestimmte Arznei gegen Migräne, sondern ein Mittel, welches den Charakter des Patienten berücksichtigt.
Wie teuer ist Homöopathie?
Das hängt vom Aufwand ab. Das Aufnahmegespräch kostet zwischen 140 und 200 Euro, die Kosten der weiteren Gespräche zum Therapieverlauf richten sich nach deren Dauer. Der Preis für homöopathische Arzneien liegt zwischen acht und 15 Euro.
Was zahlt die Krankenkasse?
Das kommt drauf an, am besten fragt man bei seiner Krankenkasse nach. Manche Zusatzversicherungen oder privaten Versicherungen übernehmen einen Teil der Kosten, aber viele Patienten zahlen die Kosten komplett selbst.
Was verbirgt sich hinter der Homöopathischen Hausapotheke?
In die homöopathische Hausapotheke gehören die Mittel, die zur Behandlung von einfachen Alltagskrankheiten benötigt werden. Wenn diese im Haushalt bereits vorhanden sind, können sie einfach unter Anleitung des Heilpraktikers verabreicht werden. Das ist zum Beispiel bei Familien mit kleinen Kindern beliebt, ist aber natürlich für Erwachsene genauso sinnvoll.
Die homöopathische Reise- und Notfallapotheke
Ein schöne Möglichkeit in die Welt der klassischen Homöopathie einzutauchen: ein spannender Kurs mit ganz vielen Hilfen für die kleinen Notfälle im Alltag. Erkältungen, kleine Verletzungen, Bauch-schmerzen, Kopfschmerzen. Sie helfen sich selbst und Ihrer Familie mit der kleinen Hausapotheke. Diejenigen, die Feuer gefangen haben, können weitermachen mit der großen Homöopathie-ausbildung bei Thalamus. Die Reise- und Notfall-Apotheke finden Sie bei Thalamus Essen, Köln, Kleve, Herten, Frankfurt und Mainz.
