Interview mit Anam Jost

Anam Jost, Heilpraktiker

Interview mit Anam Jost
Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Vor gut 20 Jahren ließ ich mein Leben Revue passieren. Ich hatte alles, was eine Vorzeigefamilie so ausmacht. Eine tolle Frau, zwei wunderbare Kinder, einen verantwortungsvollen gut dotierten Job, Haus, Auto usw. Jedoch war ich nicht wirklich glücklich, wusste jedoch nicht wieso. Also machte ich mich auf nach Indien und begegnete dort einem ganz gewöhnlichen Professor für Psychologie. Er gab meiner Bitte nach, mich in Hypnosetherapie zu unterweisen. Schon nach der ersten Session wusste ich: „Das wird mein Beruf werden“. Wenn ich so zurück schaue, bewundere ich meinen Mut und meine Konsequenz, all meine bis dato erreichten beruflichen Ziele aufgegeben zu haben und ich danke noch heute meiner Familie, die mich jederzeit auf diesem Weg unterstützt hat und nie an mir zweifelte – wenn auch in mir manchmal Zweifel aufkamen, ob ich das alles als „Quereinsteiger“ erlernen kann.

Sie betreiben Ihre eigene Praxis und leiten die Thalamus Schule in Mainz.
Warum haben Sie sich entschieden, andere Menschen zu guten Heilpraktikern auszubilden?

Als der damalige Schulleiter vor gut fünf Jahren mir die Schulleitung anbot, lehnte ich freundlich ab. Als ich erfuhr, dass es keinen anderen Nachfolger geben würde und damit die Schule vor der Schließung stand, habe ich meinen Entschluss nochmals überdacht. Einerseits war es die Schule, an der ich meine Ausbildung absolvierte – sämtliche Schüler hätten ihre Ausbildung abbrechen müssen – und ich war mir der Verantwortung bewusst geworden, so wie ich von dem Wissen meiner Dozenten profitierte, wollte auch ich meine Erfahrungen im Sinne von „Erhaltung und Förderung naturheilkundlicher Verfahren“ an andere weitergeben.

Was ist Ihnen bei der Lehre besonders wichtig?

Erfolg! Erfolgreiche Ausbildungskonzepte anzubieten, die sich ständig den Bedürfnissen der Prüfungseinrichtungen und unseren Schülern anpassen.

Was zeichnet die Thalamus Schule aus?

Es treffen freundliche, motivierte und kompetente Menschen aufeinander.  Ich persönlich arbeite nicht gewinn-, sondern erfolgsorientiert. Unser Vertragswerk ist leicht verständlich und fair. Und wir haben ein richtig tolles Dozententeam, auf das ich sehr stolz bin!

Warum entscheiden sich Ihre Schüler für Thalamus?

Mitunter auch, wenn sie sehen, dass ein Quereinsteiger wie ich, seit über 15 Jahren eine erfolgreiche Praxis und Schule führt. Bestimmt ist dies eine nicht zu unterschätzende Kompetenz, die es mir erleichtert mit meinen Schüler mitzufühlen, Verständnis zu entwickeln und Hilfe zu bieten.

Oder sei es auch unser Praktikum, das wir exklusiv unseren Absolventen kostenfrei anbieten. Meist geht die berufliche Planung der angehenden Heilpraktiker erst nur bis zur bestandenen Prüfung vor dem Gesundheitsamt. Aber was kommt danach? Ich halte es für einen sehr wichtigen Schritt in die Berufsreife, ein ausgedehntes Praktikum zu absolvieren. Und das bestätigt sich sehr häufig. Viele unserer ehemaligen Schüler führen heute angesehene Praxen. Das beobachte ich immer wieder mit großer Freude.

Welche Tipps würden Sie angehenden Heilpraktikern mit auf den Weg geben wollen?

Lernt bereits während eurer Heilpraktiker-Ausbildung mindestens ein, wenn auch „kleines“, Therapieverfahren. Ihr baucht Erfolg! Erfolg in eurem Tun. Behandelt eure Angehörigen und Freunde. Seht wozu ihr im Stande seid, mit den richtigen Werkzeugen und der richtigen Motivation. Gönnt euch auch Pausen. Genießt eure Ausbildung. Zurückblickend war es eine der schönsten Abschnitte in meinem Leben – die Ferien habe ich „gehasst“...

 

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